Hexenverfolgung Heute

 

Über die Geschichte der Hexenverfolgung, der Tötung von Frauen weltweit, ihrer Folter, Vergewaltigungen und Hinrichtungen findet jeder mehr als genug im Internet um darüber zu lesen, sich zu informieren und einmal über das Warum nachzudenken. In einem späteren Text werde ich darauf noch einmal eingehen.

 

Allerdings möchte ich doch zwei Dinge noch einmal besonders erwähnen:

 

 

 

Die Bibel, vor allem das Alte Testament, verbietet Zauberei:

 

„Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben.“"

 

– (Lev 19,26 EU)

 

 

 

Außerdem fordert sie unmissverständlich zur Verfolgung von Zauberern auf:

 

„Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“"

 

– (Ex 22,17 EU)

 

 

 

Dies wurde zum Anlass genommen mehrere,10.000 Frauen zu... auszusortieren.

 

War aber nicht so schlimm, denn im Jahre 2000 passierte Folgendes:

 

 

 

Mea culpa (lateinisch meine Schuld) sind Worte aus dem Schuldbekenntnis Confiteor (Ich bekenne…), das seit dem 11. Jahrhundert in der katholischen Kirche gesprochen wird:

 

„Confiteor … quia peccavi nimis cogitatione, verbo, opere et omissione:

 

 mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa" …“

 

 

 

Der deutsche Text lautet:

 

„Ich bekenne … ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken

 

durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld … “

 

 

 

Dabei schlagen sich die Gläubigen an die Brust.

 

Der Ausdruck mea culpa ist, oft ironisierend, als Entschuldigungsformel in die Umgangssprache eingegangen. Gelegentlich wird der Ausdruck allgemein für eine weitreichende oder bedeutungsvolle Vergebungsbitte verwendet.

 

Im Jubeljahr 2000 sprach Papst Johannes Paul II. am 12. März erstmals in der Geschichte ein umfassendes "Mea Culpa“ im Namen der katholischen Kirche aus. Er bat um Entschuldigung für Fehler und Sünden bei Glaubenskriegen, der Inquisition und für die Judenverfolgungen durch Christen in der Geschichte.

 

Alles nicht so schlimm, man vergibt sich halt selbst, was man alles getan hat. Weltweit wurden im Namen der Kirche Kriege geführt, gefoltert, missbraucht und Millionen Menschen getötet, ganze Völker ausgerottet.....macht nix....man vergibt sich selbst.

 

 

 

Heute

 

Das Thema Hexen ist im Sinne von Personen, die angeblich Schadenszauber ausführen, in vielen Ländern und Kulturen, z. B. in Lateinamerika, Südostasien und vor allem in Afrika[51], heute noch und wieder hochaktuell. Seit 1960 sind vermutlich mehr Menschen wegen Hexerei hingerichtet oder umgebracht worden als während der gesamten europäischen Verfolgungsperiode. Allein im ostafrikanischen Tansania werden seit den 1990ern jährlich 100-200 Fälle von Morden an angeblichen Hexen bzw. Zauberern berichtet. In Südafrika bekamen Hexenjagden besonders durch die Comrades, eine Jugendorganisation des ANC, seit Mitte der 1980er Jahre eine starke Bedeutung. Seit der Befreiung stiegen die Hexenjagden in den 1990ern nochmals an, die jährlichen Opferzahlen schätzt man auf mehrere Dutzend bis Hunderte. In Westafrika wurden in den 1970ern Hexen für eine Epidemie verantwortlich gemacht. Anstatt Impfprogramme zu initiieren, ließ die Regierung im Radio Geständnisse alter Frauen verbreiten, dass diese die Gestalt von Waldkäuzen angenommen haben, um die Seelen der kranken Kinder zu stehlen. Derzeit werden insbesondere die Fälle der sogenannten Hexenkinder im Kongo in die Aufmerksamkeit gerückt. Die Aggression gegen Kinder als vermeintliche Verursacher von AIDS und Tod der Eltern nimmt anscheinend zu, aus Nigeria, Benin wie auch Angola sind gleichlautende Berichte zu vernehmen. In einigen Ländern Afrikas – z. B. in Kamerun, Togo, Malawi – ist seit deren Unabhängigkeit eine Gesetzgebung gegen Hexerei wieder eingeführt worden, in nahezu allen afrikanischen Staaten gibt es entsprechende Diskurse. Dies wird als Versuch der Verrechtlichung von Hexenprozessen gewertet, um unkontrollierte Verfolgungen der verdächtigten Personen einzuschränken. Von den meisten Experten wird dieses Ziel als zum Scheitern verurteilt erachtet, darüber hinaus werden elementare Prinzipien des modernen Rechtsstaates missachtet: Der Gerichtssaal kann nur die öffentliche Meinung bedienen, er ist verlängerter Arm des Lynchmobs. Auch in der Zentralafrikanischen Republik wurden Menschen der Hexerei beschuldigt.

 

 

 

Problematisch ist bei der Aufklärungsarbeit die" Realität der Hexerei“: Weil von Reichen und Mächtigen grundsätzlich angenommen wird, dass sie ihre Macht durch Ritualmorde und Hexerei erlangt hätten, sehen einige in Ritualmorden tatsächlich ein Mittel, zu Macht zu gelangen. Menschlichen Körperteilen und Blut wird eine gewaltige heilende und destruktive Macht zugeschrieben. In Nigeria und Südafrika werden jährlich bis zu hundert Ritualmorde aufgedeckt oder entsprechend zugerichtete Leichen mit fehlenden Genitalien gefunden, was den Hexenglauben nur anfacht.

 

Weitere Berichte von epidemischen Hexenjagden sind aus Indonesien, Indien, Südamerika und den arabischen Staaten bekannt.

 

In vielen traditionellen Ethnien des südamerikanischen Tieflandes zählt die Ermordung einer Hexe oder eines Zauberers zur zwingenden Folge einer tödlichen Erkrankung.

 

In Indonesien wurden nach der Absetzung Suhartos zwischen Dezember 1998 und Februar 1999 ca. 120 Personen als Hexen ermordet.

 

In Indien wurden zwischen 2001 und 2006 400 Adivasis im Bundesstaat Assam unter Hexereivorwürfen umgebracht.

 

Im Januar 2007 wurden drei Frauen in Liquiçá/Osttimor beschuldigt Hexen zu sein. Die Frauen im Alter von 25, 50 und 70 Jahren wurden ermordet und ihr Haus angezündet. Drei Verdächtige wurden von der UN-Polizei verhaftet. Es ist der erste Fall dieser Art im mehrheitlich katholischen Osttimor.

 

Auch in Saudi-Arabien werden Männer und Frauen wegen Verdachts der Zauberei und Frauen wegen Hexerei verfolgt. Beide Vergehen werden mit der Todesstrafe geahndet.

 

 

 

...und es geht weiter!!!

 

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