Hexenhammer

Der Hexenhammer...

Er legitimierte den Scheiterhaufen.

Er verbreitete sich in ganz Europa mit etwa 30000 Exemplaren.

Er brachte 60000 Todesopfer.


Doch was macht das 256 Seiten dicke, lateinische Buch so mächtig? Warum glaubten die Menschen alles was darin steht?

Vorweg ist zu sagen, dass der Hexenhammer nicht der Auslöser der Hexenverfolgung war, denn diese begann schon etwa 100 Jahre zuvor. Doch zu dieser Zeit gab es noch viele, die dem Glaube an Hexen und dem Unheil, dass sie angeblich verbreiten, skeptisch gegenüber standen.

Auslöser für das Schreiben des Buches war eine gescheiterte Inquisition von Heinrich Kramer, einem Inquisitor, der einer verdächtigten Frau fragen zur Sexualität mit Dämonen stellte. Ein Anwalt konnte die Frau, wegen der unrechtmäßigen Fragen, zur Freiheit verhelfen. Doch das lies in Kramer einen Hass aufkommen, der ihn dazu brachte ein Regelwerk für Hexen zu verfassen. Die Rache dieses einen Mannes wurde somit zum Verhängnis aller Hexen und auch jener, die keine waren, aber als solche beschuldigt wurden.

Das Buch war ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird durch philosophische Erklärungen bezeugt, dass Hexen existieren, dass sie schlecht und böse sind und dass sie einen Bund mit dem Teufel eingegangen sind. Im zweiten Teil wurde ausführlich erklärt und gezeigt wie man Hexen erkennen kann und was deutliche Merkmale sind. Und der dritte und erfolgreichste Teil, ist das Regelwerk, welches große Wellen geschlagen hat. Es beschreibt, wie Hexen gefoltert, gedemütigt und getötet werden mussten.

Hier wiederum stellt sich die Frage, warum gaben so viele Menschen etwas auf ein Buch, geschrieben von einem einzelnen Inquisitor?
Die Bevölkerung schaute dem Glauben an Hexen und deren Bosheit bis zum Erscheinen dieses Buches zum Großteil noch sehr skeptisch entgegen, doch was änderte dieses Buch an ihrer Sichtweise?

Die Kirche. In einem Großteil der gedruckten Bücher, war die vom Papst unterschriebene Hexenbulle zu finden. Sie bestand aus zwei Punkten. Im ersten Teil wurde eine Warnung vor den Hexen ausgesprochen und es wurde Angst geschürt. Im zweiten Teil stand eine offizielle Zustimmung durch die Kirche, die dem Leser glauben machte, dass Hexen existieren, da der Papst und generell die katholische Kirche zu dieser Zeit eine große Macht inne hatten. Die Kirche unterstützte somit die Hexenverfolgung und den Hexenhammer.

Ein weiterer Aspekt, der dem Hexenhammer Macht einbrachte, war die Unterschrift eines angesehenen Kölner Professors, der als Zweitautor angegeben wurde. Das Ansehen des Buches stieg.

Bis heute ist umstritten, ob die Unterschriften echt, oder durch Kramer gefälscht war. Viele derer, die die Unterschriften geleistet haben sollten, bestritten das, doch woher weiß man nun ob das die Wahrheit ist?

 

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